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Insel Flores Update 2004 >> gehört zum Archipel der Kleinen Sunda Inseln in Indonesien. Sie liegt östlich von Bali und ist vom Massentourismus noch nicht erreicht. Die Insel ist abgelegen und im Innern unzugänglich. Mit 14220 km² ist Flores - 360 km lang nur zwischen 12 und 60 km schmal - die zweitgrößte Insel Nusa Tenggaras und zugleich die landschaftlich schönste und abwechslungsreichste. Ost Nusa Tenggaras ist in vielerlei Hinsicht anders, als der Rest von Indonesien. Es ist geographisch, ethnisch und kulturell ein Grenzgebiet das Asien von Australien und Mikroneisen trennt. 1544 sichtete ein portugiesisches Handelsschiff das östliche Kap der Insel und taufte es "Cabo des Flores". Seitdem hat die Insel ihren europäischen Namen, obwohl hier auch nicht mehr Blumen wachsen als in anderen Teilen Indonesiens. Eine stark zerklüftete Gebirgskette mit mehreren über 2000 m hohen Vulkanen erstreckt sich über die gesamte Länge der Insel. Der berühmteste ist der Kelimutu mit seinen drei Kraterseen,die grün, türkis und schwarzrot schimmern - eine schöne Wandergegend. Neben den zehn Sprachen, die von sechs Volksgruppen gesprochen werden, gibt es noch zahlreiche Dialekte. Die indonesische Sprache "Bahasa Indonesia" ist Amts- und Schulsprache. Ganz einfach leben die Menschen in den Dörfern und kleinen Städten. Industrien sind hier unbekannt. Handwerk ist nur schwach entwickelt und wird vorwiegend von den Missionaren gefördet. Die reiche Vegetation der Landschaft täuscht über die Lebensbedingungen der Menschen hinweg. Bedingt durch die achtmonatige Dürreperiode und fehlende Bewässerungsmöglichkeiten sind der Landwirtschaft enge Grenzen gesetzt. Die Folge sind sporadisch noch immer auftretende Hungersnöte und viele Krankheiten. Schon im 16.Jahrhundert begann die Bekehrung zum Katholizismus durch den als Heiligen verehrten portugiesischen Dominikaner Franz Xavier. Später setzten die Holländer die Missionierung fort, und heute bekennen sich mehr als drei Viertel der 1 Million Einwohner zur römisch-katholischen Kirche. Der Rest, vorwiegend im Westen der Insel und in den Hafenstädten, ist Anhänger des Islam. Dennoch konnten die alten Glaubensvorstellungen nicht ganz verdrängt werden. Noch heute existieren, hauptsächlich in den Dörfern im Landesinneren, Megalithkulturen und animistische Rituale. Seit 1914 ist Flores das Arbeitsfeld der zumeist deutschen Missionare der "Steyler Mission", deren Stationen sich fast überall finden. Im Laufe der Jahrzente wurden die Missionare und Ordensschwestern nicht nur Völkerkundler, Sprachforscher, Religionsethnologe, Lehrer und Krankenschwestern, sondern manch einer von ihnen entwickelte sich zum Landwirt und Techniker. Er wurde gleichzeitig zum Heiler und Helfer der Armen. Ein Experte für Land und Leute ist der deutsche Pater Heinrich Bollen. Er ist jetzt pensioniert und lebt seit 45 Jahren in Flores. Auf Flores sind wir immer besonders begeistert von dem sehr melodischen Singen der Florenesen. Die Musik vermittelt irgendwie Südseestimmung und da wir uns jetzt vor allem in Strandnähe und unter Palmen aufhielten, war die Südsee Illusion perfekt. Oder ist es gar keine Illusion ?
It is Flores !!! ... mit Südsee Feeling :-) |
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